Schwarz-Weiß-Porträt einer Frau im seitlichen Profil

Facelift: Möglichkeiten, Techniken, Heilungsverlauf und Risiken

von Dr. med. Stephan Grzybowski, hanseatic-facelift

Autor: Dr. med. Stephan Grzybowski
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Veröffentlicht: Juli 2025
Zuletzt medizinisch überprüft: September 2026

Mit zunehmendem Alter verändern sich nicht nur Haut und Falten, sondern auch die Proportionen und Konturen des Gesichts. Weichteile verlagern sich, Volumenverhältnisse verändern sich und einzelne Strukturen verlieren an Unterstützung. Welche Facelift-Techniken im Einzelfall sinnvoll sind, hängt von diesen anatomischen Veränderungen und dem individuellen Befund ab.

Eine operative Facelift-Behandlung kann insbesondere dort sinnvoll sein, wo abgesunkene Weichteile, Jowls beziehungsweise Hängebäckchen und eine weniger klar definierte Kieferlinie das Erscheinungsbild der unteren Gesichtshälfte verändern. Je nach Befund kann auch die Halsregion in die operative Behandlung einbezogen werden.

Nicht jede Altersveränderung lässt sich jedoch durch ein Facelift korrigieren. Feine Hautfältchen, Pigmentveränderungen, ausgeprägte Volumendefizite oder Veränderungen an Augenlidern und Augenbrauen können andere Behandlungsstrategien erfordern.

Ein gutes Facelift beginnt deshalb nicht mit dem Namen einer Operationstechnik, sondern mit der Frage, welche anatomischen Veränderungen tatsächlich behandelt werden sollen.

Was verändert sich im Gesicht mit zunehmendem Alter?

Gesichtsalterung betrifft mehrere anatomische Ebenen gleichzeitig.

Die Haut verliert an Elastizität und struktureller Festigkeit. Volumen und Verteilung einzelner Fettkompartimente verändern sich. Auch die tieferen Weichteile und die knöcherne Gesichtsstruktur unterliegen altersbedingten Veränderungen.

Im unteren Gesicht und am Hals können daraus unter anderem entstehen:

  • ein weniger klarer Übergang zwischen Wange und Unterkiefer,
  • Jowls beziehungsweise Hängebäckchen,
  • eine weniger definierte Kieferlinie,
  • abgesunkene Weichteile,
  • Hautüberschuss im Bereich von Gesicht und Hals,
  • stärker sichtbare Platysmabänder,
  • sowie eine Veränderung des Übergangs zwischen Kinn und Hals.

Diese Veränderungen müssen voneinander unterschieden werden. Ein Volumendefizit wird anders behandelt als abgesunkenes Gewebe; eine veränderte Hautqualität wiederum anders als ein deutlicher Hautüberschuss.

Welche Veränderungen kann ein Facelift behandeln?

Ein Facelift – medizinisch auch als Rhytidektomie bezeichnet – ist ein operatives Verfahren zur Repositionierung und Straffung bestimmter Weichteile des Gesichts und, abhängig vom Operationskonzept, des Halses.

Besonders geeignet kann es sein bei:

  • ausgeprägteren Jowls,
  • Verlust einer klaren Kieferlinie,
  • abgesunkenen Weichteilen der unteren Gesichtshälfte,
  • Hautüberschuss im Wangen- und Unterkieferbereich,
  • sowie altersbedingten Veränderungen der Halskontur.

Das Ziel besteht nicht darin, die Gesichtshaut möglichst stark zu spannen.

Moderne Facelift-Techniken behandeln je nach Verfahren auch tiefere Gewebeschichten wie das SMAS – das superfizielle muskuloaponeurotische System – und gegebenenfalls das Platysma am Hals. Abgesunkene Strukturen können dadurch neu positioniert werden, während die Haut anschließend möglichst spannungsarm angepasst wird.

Eine übermäßige Spannung auf der Haut ist nicht das gewünschte Prinzip. Sie kann ungünstige Narben, Wundheilungsprobleme sowie sichtbare Zug- oder Konturveränderungen begünstigen.

Was kann ein Facelift nicht leisten?

Ebenso wichtig wie die Möglichkeiten sind die Grenzen.

Ein Facelift verbessert nicht automatisch:

  • feine Oberflächenfältchen,
  • Pigmentstörungen oder Sonnenschäden,
  • die Hautstruktur,
  • ausgeprägte Volumendefizite,
  • Schlupflider oder Tränensäcke,
  • abgesunkene Augenbrauen,
  • oder sämtliche Falten um Mund und Nase.

Nasolabial- und Marionettenfalten können sich durch ein Facelift verbessern, bleiben je nach Ausgangsbefund jedoch teilweise sichtbar.

Je nach Ausgangsbefund können zusätzliche oder alternative Verfahren sinnvoll sein – beispielsweise Augenlidoperationen, eine Eigenfetttransplantation, ausgewählte minimalinvasive Behandlungen oder Verfahren zur Verbesserung der Hautoberfläche.

Das bedeutet nicht, dass eine Gesichtsverjüngung aus möglichst vielen kombinierten Maßnahmen bestehen sollte.

Entscheidend ist, nur das zu behandeln, was anatomisch tatsächlich verändert ist.

Welche Facelift-Techniken gibt es?

Unter dem Begriff Facelift werden unterschiedliche Operationstechniken zusammengefasst. Sie unterscheiden sich insbesondere darin, wie weit Gewebeschichten mobilisiert werden und wie mit dem SMAS und anderen tieferen Strukturen umgegangen wird.

SMAS-Facelift

Das SMAS ist eine bindegewebig-muskuläre Schicht unterhalb des Unterhautfettgewebes.

Bei unterschiedlichen SMAS-Techniken kann diese Schicht beispielsweise gefaltet, gerafft, partiell reseziert oder als Gewebelappen mobilisiert und neu positioniert werden.

Der Begriff „SMAS-Facelift“ bezeichnet deshalb keine einzige standardisierte Operation.

Deep-Plane-Facelift

Auch das Deep-Plane-Facelift ist kein vollkommen einheitliches Verfahren.

Bei Deep-Plane-Techniken wird in Teilen des Gesichts in einer tieferen, sub-SMAS gelegenen Ebene präpariert. Durch die gezielte Lösung bestimmter Haltestrukturen können tiefer gelegene Weichteile mobilisiert und neu positioniert werden.

Je nach Technik unterscheiden sich Ausdehnung und Verlauf dieser Präparation. Auch „Deep Plane“ bezeichnet daher nicht nur eine einzige standardisierte Operation.

Was bedeutet „Minifacelift“?

Auch der Begriff „Minifacelift“ wird nicht einheitlich verwendet.

Gemeint sein können unterschiedliche, im Umfang begrenzte Facelift-Verfahren mit geringerer Präparationsausdehnung oder kürzerer Schnittführung.

„Mini“ bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Verfahren für jeden Patienten schonender, risikoärmer oder sinnvoller ist. Bei begrenzten Veränderungen kann ein kleinerer Eingriff angemessen sein; bei stärker ausgeprägter Gewebeerschlaffung kann derselbe Operationsumfang unzureichend sein.

Deshalb sollte nicht der Name des Eingriffs die Entscheidung bestimmen, sondern der Befund.

Ist ein Deep-Plane-Facelift besser als ein SMAS-Facelift?

Diese Frage wird derzeit häufig gestellt.

Die aktuelle wissenschaftliche Datenlage erlaubt keine pauschale Aussage, dass ein Deep-Plane-Facelift einem sachgerecht ausgeführten SMAS-Facelift grundsätzlich überlegen ist.

Für beide Verfahren liegen Studien mit guten ästhetischen Ergebnissen und hoher Patientenzufriedenheit vor. Direkte Vergleichsstudien sind jedoch weiterhin begrenzt, und die vorhandenen Untersuchungen unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Operationstechnik, Patientenauswahl, Nachbeobachtungszeit und Bewertung der Ergebnisse.

Aktuelle systematische Reviews und Meta-Analysen zeigen für Deep-Plane- wie auch für SMAS-Techniken insgesamt gute Ergebnisse und akzeptable Sicherheitsprofile. Einzelne Analysen berichten Unterschiede bei Zufriedenheit oder Komplikationsraten; da dabei häufig unterschiedliche Studienpopulationen miteinander verglichen wurden und keine direkten randomisierten Vergleiche vorliegen, lässt sich daraus keine verlässliche Überlegenheit einer Technik ableiten.

Auch neuere Arbeiten aus den Jahren 2025 und 2026 ergeben kein einheitliches Bild. Für Deep-Plane-Verfahren werden niedrige Komplikationsraten und gute ästhetische Ergebnisse beschrieben. Ein überzeugender Nachweis, dass diese Technik grundsätzlich natürlichere Ergebnisse, eine bessere Midface-Korrektur oder eine längere Haltbarkeit erzielt, fehlt bislang.

Für die individuelle Operationsplanung ist deshalb aus meiner Sicht eine andere Frage wichtiger:

Welche Technik ermöglicht bei diesem konkreten Gesicht eine anatomisch sinnvolle Korrektur, ohne unnötig Gewebe zu traumatisieren?

Was bedeutet ein natürliches Ergebnis beim Facelift?

Ein natürlich wirkendes Ergebnis bedeutet nicht, dass eine Operation unsichtbar wäre oder ein Gesicht anschließend möglichst jung erscheinen müsste.

Aus meiner Sicht geht es vielmehr darum, charakteristische Gesichtszüge zu erhalten und altersbedingte Veränderungen so zu korrigieren, dass das Gesicht weiterhin zur Person passt.

Dazu gehört insbesondere:

  • die Haut nicht unter unnötig hohe Spannung zu setzen,
  • die tieferen Gewebestrukturen angemessen zu behandeln,
  • Volumenverhältnisse zu berücksichtigen,
  • die Kieferlinie nicht künstlich zu überzeichnen,
  • und keine schematische Gesichtsform anzustreben.

Ein Facelift sollte nicht das Ziel haben, ein anderes Gesicht zu erzeugen.

Es sollte altersbedingte Veränderungen korrigieren, ohne die charakteristischen Gesichtszüge zu verändern.

Wie läuft eine Facelift-Operation ab?

Der genaue Ablauf richtet sich nach Umfang und Technik.

Ein Facelift kann – abhängig von Operationsumfang, Verfahren und Patient – in Allgemeinanästhesie oder bei ausgewählten Eingriffen in Lokalanästhesie, mit oder ohne Sedierung, durchgeführt werden.

Welche Form sinnvoll ist, hängt vom Operationsumfang, vom Gesundheitszustand und vom individuellen Behandlungskonzept ab.

Die Hautschnitte verlaufen je nach Technik typischerweise im Bereich der Schläfen beziehungsweise des Haaransatzes, vor und um das Ohr und gegebenenfalls hinter dem Ohr bis in die behaarte Kopfhaut.

Über diese Zugänge werden die erforderlichen Gewebeschichten präpariert. Je nach Operationsverfahren können SMAS und gegebenenfalls Platysma mobilisiert, gestrafft oder neu positioniert werden. Anschließend wird überschüssige Haut entfernt und die Haut möglichst spannungsarm angepasst.

Bei ausgeprägteren Veränderungen am Hals kann zusätzlich eine gezielte operative Behandlung der Halsregion erforderlich sein.

Wie sichtbar sind die Narben nach einem Facelift?

Narben lassen sich bei einem Facelift nicht vermeiden.

Ihre Position wird so geplant, dass sie möglichst unauffällig in natürlichen Übergängen um das Ohr und im Bereich des Haaransatzes liegen.

In den ersten Monaten können Narben gerötet, fester oder deutlicher sichtbar sein. Die Narbenreifung dauert wesentlich länger als die erste postoperative Heilungsphase.

Wie unauffällig eine Narbe langfristig wird, hängt unter anderem ab von:

  • Hautqualität,
  • individueller Narbenbildung,
  • Schnittführung,
  • Spannung auf der Wunde,
  • Wundheilungsverlauf,
  • sowie persönlichen Risikofaktoren.

Wie verläuft die Heilung nach einem Facelift?

Die erste sichtbare Erholung und die vollständige Gewebereifung sind nicht dasselbe.

In der frühen Phase sind Schwellungen, Blutergüsse, Spannungsgefühl und vorübergehende Sensibilitätsveränderungen zu erwarten. Diese Veränderungen nehmen im Verlauf meist deutlich ab; Restschwellungen, Gewebefestigkeit oder Sensibilitätsveränderungen können jedoch länger bestehen.

Wann man sich wieder uneingeschränkt gesellschaftlich oder beruflich präsent fühlt, ist individuell verschieden. Dies hängt unter anderem vom Operationsumfang, von der persönlichen Schwellungsneigung und von möglichen Begleiteingriffen ab.

Auch wenn das Gesicht nach einigen Wochen bereits deutlich erholt wirken kann, entwickelt sich das Ergebnis über einen längeren Zeitraum weiter.

Das frühe postoperative Erscheinungsbild ist nicht das endgültige Resultat.

Wie lange hält ein Facelift?

Ein Facelift kann langfristige Veränderungen bewirken, hält den biologischen Alterungsprozess jedoch nicht an.

Nach der Operation altert das Gesicht weiter.

Wie lange eine sichtbare Verbesserung bestehen bleibt, hängt unter anderem ab von:

  • Ausgangsanatomie,
  • Gewebequalität,
  • Operationsverfahren,
  • individuellen Alterungsprozessen,
  • und persönlichen Lebensgewohnheiten.

Pauschale Versprechen wie „zehn Jahre jünger“ oder eine garantierte Haltbarkeit über eine bestimmte Zahl von Jahren halte ich deshalb für wenig sinnvoll.

Auch die aktuelle Literatur erlaubt wegen unterschiedlicher Operationstechniken, Nachbeobachtungszeiten und Bewertungsmethoden keine allgemeingültige Haltbarkeitsangabe.

Eine garantierte Haltbarkeit in Jahren ist deshalb nicht seriös anzugeben.

Welche Risiken hat ein Facelift?

Ein Facelift ist eine operative Behandlung und damit mit Risiken verbunden.

Zu den relevanten frühen Komplikationen gehört insbesondere ein postoperatives Hämatom beziehungsweise eine Nachblutung, die je nach Ausmaß eine zeitnahe operative Behandlung erforderlich machen kann.

Weitere mögliche Komplikationen sind unter anderem:

  • Serome,
  • Infektionen,
  • Wundheilungsstörungen,
  • Hautdurchblutungsstörungen bis hin zu Hautnekrosen,
  • auffällige oder verbreiterte Narben,
  • Sensibilitätsveränderungen,
  • asymmetrische Ergebnisse,
  • vorübergehender oder seltener dauerhafter Haarausfall im Bereich der Schnittführung.

Auch eine vorübergehende Funktionsstörung motorischer oder sensibler Nerven kann auftreten. Dauerhafte Nervenschädigungen sind nach den verfügbaren systematischen Daten selten, stellen jedoch eine relevante mögliche Komplikation dar.

Hinzu kommen die allgemeinen Risiken operativer Eingriffe und der jeweiligen Anästhesie.

Welche Bedeutung hat Rauchen für die Wundheilung?

Eine gute Durchblutung der Haut und der präparierten Weichteile ist für die Wundheilung nach einem Facelift besonders wichtig.

Zigarettenrauchen kann die Wundheilung nach Operationen im Gesichtsbereich und nach anderen plastisch-chirurgischen Eingriffen beeinträchtigen. Insbesondere Wundheilungsstörungen, Hautdurchblutungsprobleme und Hautnekrosen sind bei Eingriffen mit größerer Gewebepräparation von Bedeutung.

Auch andere Formen der Nikotinexposition sollten vor einer Operation mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Die Evidenz ist hierfür jedoch nicht in allen Punkten mit derjenigen für Zigarettenrauchen gleichzusetzen.

Eine Rauch- beziehungsweise gegebenenfalls Nikotinkarenz vor und nach der Operation sollte deshalb Bestandteil der individuellen Operationsplanung sein.

Wann ist ein Facelift sinnvoll?

Das biologische Alter allein entscheidet nicht über die Indikation.

Wichtiger sind der tatsächliche anatomische Befund und die Frage, welche Veränderungen die Patientin oder den Patienten stören.

Ein Facelift kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn:

  • abgesunkene Weichteile die untere Gesichtskontur deutlich verändert haben,
  • Jowls entstanden sind,
  • die Kieferlinie an Definition verloren hat,
  • relevante Haut- und Weichteilerschlaffung besteht,
  • und weniger invasive Verfahren die anatomische Ursache nicht ausreichend behandeln können.

Ein festes „richtiges Alter“ für ein Facelift gibt es deshalb nicht.

Wann sind andere Behandlungen sinnvoller?

Bei gering ausgeprägten Veränderungen ist eine Operation nicht automatisch die beste Lösung.

Wenn überwiegend Volumen fehlt, können beispielsweise Eigenfetttransplantationen oder ausgewählte Fillerbehandlungen eine andere Fragestellung adressieren.

Bei Veränderungen der Hautoberfläche können dermatologische oder apparative Verfahren geeigneter sein.

Bei ausgeprägten Veränderungen der Augenlider kann eine Blepharoplastik sinnvoll sein, während eine abgesunkene Augenbraue wiederum einer eigenen Analyse bedarf.

Umgekehrt sollte der Versuch, deutlich abgesunkenes Gewebe ausschließlich durch immer größere Fillermengen zu kompensieren, kritisch beurteilt werden.

Ob ein minimalinvasives Verfahren oder ein Facelift sinnvoll ist, richtet sich nach der anatomischen Ursache der Veränderung.

Meine persönliche fachärztliche Einschätzung

Für mich entscheidet nicht der Name einer Facelift-Technik über die Qualität des Ergebnisses, sondern ob das gewählte Verfahren den individuellen Befund anatomisch sinnvoll korrigiert und dabei die charakteristischen Gesichtszüge erhält.

Gerade beim Facelift halte ich es für wichtig, nicht einem bestimmten Modebegriff zu folgen.

Deep Plane, SMAS, Short Scar oder „Mini“ bezeichnen operative Konzepte beziehungsweise technische Varianten. Keiner dieser Begriffe ersetzt eine sorgfältige Analyse der tatsächlichen Altersveränderungen.

Die entscheidende Frage lautet, welche Strukturen verändert sind und wie weit eine Operation gehen muss, um diese Veränderungen sinnvoll zu behandeln.

Ein Gesicht sollte nach einer Facelift-Operation nicht möglichst straff aussehen.

Es sollte weiterhin wie das eigene Gesicht wirken – mit klareren Konturen und weniger sichtbarer Gewebeerschlaffung dort, wo diese zuvor das Erscheinungsbild geprägt hat.

Zur seriösen Beratung gehört deshalb ebenso, Grenzen zu benennen und gegebenenfalls auch von einem Facelift abzuraten, wenn ein anderes Verfahren besser zum Befund passt.

Häufige Fragen zum Facelift

Ab welchem Alter ist ein Facelift sinnvoll?

Es gibt kein festes Alter. Entscheidend sind Haut- und Weichteilverhältnisse, Ausmaß der Gewebeabsenkung, Kieferlinie, Halsregion und die individuellen Erwartungen.

Was ist der Unterschied zwischen SMAS- und Deep-Plane-Facelift?

Beide Verfahren behandeln tiefere Weichteilstrukturen, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Präparation, Mobilisation und Fixation. Eine grundsätzliche wissenschaftliche Überlegenheit einer Methode ist derzeit nicht überzeugend belegt.

Ist ein Deep-Plane-Facelift natürlicher?

Nicht automatisch. Natürlichkeit hängt nicht allein von der Präparationsebene ab, sondern von Indikationsstellung, Operationsplanung, Spannung, Gewebemanagement und den individuellen anatomischen Verhältnissen.

Was ist ein Minifacelift?

Der Begriff wird für unterschiedliche begrenzte Facelift-Verfahren verwendet und ist nicht einheitlich definiert. Ob ein kleinerer Eingriff sinnvoll ist, hängt vom Ausmaß der vorhandenen Veränderungen ab.

Kann ein Facelift Hängebäckchen korrigieren?

Jowls beziehungsweise Hängebäckchen gehören zu den typischen Befunden, die durch ein Facelift behandelt werden können. Wie vollständig die Kontur verbessert werden kann, hängt vom individuellen Befund und der angewandten Technik ab.

Wird der Hals automatisch mitgestrafft?

Nein. Nicht jedes Facelift umfasst dieselbe Halsbehandlung. Ob zusätzlich eine gezielte Necklift- beziehungsweise Platysmabehandlung erforderlich ist, muss individuell beurteilt werden.

Kann ein Facelift Falten vollständig entfernen?

Nein. Ein Facelift repositioniert vor allem abgesunkene Weichteile und behandelt Hautüberschuss. Feine Fältchen der Hautoberfläche und ausgeprägtere Falten können auch nach einem Facelift weiterhin sichtbar sein.

Wie lange dauert die Heilung?

Schwellungen und Blutergüsse sind besonders in der frühen postoperativen Phase sichtbar und nehmen anschließend schrittweise ab. Eine feste Frist für die vollständige Erholung lässt sich nicht für jeden Patienten angeben.

Wie lange hält ein Facelift?

Die Verbesserung kann langfristig sichtbar bleiben, während der natürliche Alterungsprozess weitergeht. Eine garantierte Haltbarkeit in Jahren ist nicht seriös anzugeben.

Welche Risiken sind besonders wichtig?

Zu den relevanten Risiken gehören insbesondere Hämatome beziehungsweise Nachblutungen, Wundheilungs- und Hautdurchblutungsstörungen, Narben, Sensibilitätsveränderungen sowie selten dauerhafte Nervenverletzungen.

Kann ein Facelift wiederholt werden?

Grundsätzlich kann auch nach einer früheren Facelift-Operation erneut operiert werden.

Revisionsfacelifts sind technisch anspruchsvoller, weil frühere Operationen zu Fibrose, Narbengewebe und veränderten Präparationsebenen führen können.

Eine Revisionsoperation erfordert deshalb eine besonders sorgfältige Beurteilung der vorhandenen Narben, Gewebeschichten, Hautreserve und früheren Operationstechnik.

Persönliche Beratung bei Hanseatic Facelift

Ob ein Facelift sinnvoll ist und welcher Operationsumfang zum individuellen Befund passt, lässt sich erst nach persönlicher Untersuchung beurteilen.

Dabei sollten Gesicht und Hals nicht isoliert nach einzelnen Falten betrachtet werden. Entscheidend sind die gesamten Proportionen, die Verteilung der Weichteile und die Frage, welche Veränderungen durch eine Operation tatsächlich verbessert werden können.

Beratungstermine sind in Hamburg und Pinneberg möglich.

Dr. med. Stephan Grzybowski
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen medizinischen Information und ersetzt keine persönliche fachärztliche Untersuchung, individuelle Indikationsstellung oder operative Aufklärung.

Operationsverfahren, Schnittführung, Anästhesie, mögliche Begleiteingriffe, Heilungsverlauf und individuelles Risiko unterscheiden sich abhängig von Anatomie, Vorerkrankungen und geplantem Operationsumfang.

Bei einer konkreten Operationsplanung müssen Nutzen, Alternativen und mögliche Komplikationen individuell besprochen werden.

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