Schwarz-weiß Foto des rechten Ohrs einer schönen, jungen Frau mit Kurzhaarfrisur - auf der Seite

Otoplastik bei abstehenden Ohren: Techniken, Heilungsverlauf und Risiken

von Dr. med. Stephan Grzybowski, hanseatic-facelift

Autor: Dr. med. Stephan Grzybowski
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Veröffentlicht: April 2025
Zuletzt medizinisch überprüft: September 2026

Form, Größe und Stellung der Ohren unterscheiden sich von Mensch zu Mensch erheblich. Abstehende Ohren sind zunächst eine anatomische Variante und keine Erkrankung. Manche Menschen empfinden eine deutlich ausgeprägte Stellung oder erkennbare Seitendifferenzen jedoch als störend. Insbesondere im Kindes- und Jugendalter können auffällige Ohren zudem mit Hänseleien oder psychosozialen Belastungen verbunden sein.

Eine Otoplastik, häufig auch als Ohrkorrektur oder Ohranlegeplastik bezeichnet, kann Form und Stellung der Ohrmuschel verändern. Entscheidend ist dabei nicht, das Ohr möglichst eng an den Kopf anzulegen. Zunächst muss geklärt werden, welche anatomischen Strukturen für die auffällige Ohrstellung verantwortlich sind.

Eine gute Otoplastik beginnt deshalb nicht mit einer bestimmten Naht- oder Knorpeltechnik, sondern mit der Analyse der individuellen Ohrform.

Was sind abstehende Ohren?

Bei abstehenden Ohren steht die Ohrmuschel stärker vom Kopf ab. Dafür können unterschiedliche anatomische Ursachen verantwortlich sein.

Häufig ist die normalerweise deutlich erkennbare Anthelixfalte nur schwach ausgebildet. Dadurch steht insbesondere der obere Anteil der Ohrmuschel stärker ab. Eine weitere mögliche Ursache ist eine ausgeprägte oder tief ausgebildete Concha, also der schalenförmige Knorpelanteil der Ohrmuschel. Auch die Stellung des Ohrläppchens kann das Erscheinungsbild wesentlich beeinflussen.

Nicht selten bestehen mehrere dieser Veränderungen gleichzeitig.

Die heutige Otoplastik orientiert sich deshalb nicht allein an einem gemessenen Abstand zwischen Ohr und Kopf. Bei der präoperativen Untersuchung werden unter anderem Stellung, Kontur, Symmetrie und Beschaffenheit des Ohrknorpels beurteilt.

Gibt es einen festen Grenzwert für abstehende Ohren?

Der Abstand zwischen Ohrmuschel und Kopf kann objektiv gemessen werden. Solche Messungen können für Dokumentation und Operationsplanung hilfreich sein.

Ein einzelner Messwert entscheidet jedoch nicht darüber, ob eine Operation sinnvoll ist. In der Literatur werden unterschiedliche Messmethoden und Referenzwerte verwendet, und die individuelle Ohrform lässt sich nicht sinnvoll auf einen einzigen Abstand reduzieren. Eine starre Grenze wie „mehr als zwei Zentimeter“ ist deshalb als allgemeines Kriterium zu vereinfachend.

Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Ohrform, Stellung, Seitenunterschieden und persönlicher Wahrnehmung.

Wann kann eine Otoplastik sinnvoll sein?

Eine operative Ohrkorrektur kann erwogen werden, wenn Form oder Stellung der Ohrmuschel dauerhaft als störend empfunden werden.

Mögliche Ausgangssituationen sind beispielsweise:

  • eine deutlich ausgeprägte Stellung eines oder beider Ohren,
  • eine schwach ausgebildete Anthelixfalte,
  • eine ausgeprägte Concha,
  • eine auffällige Stellung des Ohrläppchens,
  • deutliche Seitenunterschiede
  • oder eine Kombination mehrerer anatomischer Veränderungen.

Eine gewisse Asymmetrie der Ohren ist normal. Auch nach einer Operation lässt sich keine vollständige Seitengleichheit garantieren.

Bei ausgeprägten angeborenen Fehlbildungen, Gewebedefekten oder traumatisch veränderten Ohren handelt es sich teilweise um andere rekonstruktive Fragestellungen als bei einer klassischen ästhetischen Otoplastik. Der Begriff Otoplastik umfasst grundsätzlich ein breiteres Spektrum von Operationen am äußeren Ohr.

Was wird vor einer Ohrkorrektur beurteilt?

Die Operationsplanung beginnt mit der Betrachtung beider Ohren von vorne, seitlich und von hinten.

Beurteilt werden insbesondere die Stellung der einzelnen Ohrabschnitte, die Ausbildung von Helix und Anthelix, Größe und Tiefe der Concha, die Position des Ohrläppchens sowie bestehende Seitendifferenzen.

Ebenso wichtig ist die Beschaffenheit des Knorpels. Ein weicher und gut formbarer Knorpel stellt andere Anforderungen an die Operation als ein kräftiger oder wenig elastischer Knorpel.

Darüber hinaus gehören Hautbeschaffenheit, vorausgegangene Operationen, bestehende Narben und eine mögliche Neigung zu auffälliger Narbenbildung zur präoperativen Beurteilung.

Nicht jedes abstehende Ohr benötigt deshalb dieselbe Korrektur.

Welche Operationstechniken gibt es?

Für die Otoplastik sind im Laufe der Zeit mehr als 200 unterschiedliche Operationsverfahren und Modifikationen beschrieben worden. Dahinter stehen jedoch einige grundlegende chirurgische Prinzipien.

Formung der Anthelixfalte

Ist die Anthelixfalte nur schwach ausgeprägt, kann sie durch spezielle Nähte neu geformt beziehungsweise deutlicher definiert werden.

Ein klassisches Prinzip sind die sogenannten Mustardé-Nähte. Dabei wird der Knorpel mit Matratzennähten so gefaltet, dass eine neue Anthelixkontur entsteht.

Ziel ist nicht eine möglichst scharf ausgeprägte Falte, sondern eine weiche und anatomisch stimmige Kontur.

Rückverlagerung einer ausgeprägten Concha

Ist vor allem die Concha stark ausgeprägt oder steht sie deutlich vom Schädel ab, kann eine Rückverlagerung erforderlich sein.

Hierzu können sogenannte Concha-Mastoid-Nähte nach dem Furnas-Prinzip eingesetzt werden. Sie fixieren die Concha an tiefer gelegenen Strukturen hinter dem Ohr und verringern dadurch das Abstehen der Ohrmuschel.

Anthelixformung und Concha-Rückverlagerung können miteinander kombiniert werden, wenn mehrere anatomische Ursachen vorliegen.

Knorpelmodellierung und Knorpelschwächung

Bei kräftigem oder wenig formbarem Ohrknorpel kann eine alleinige Nahttechnik nicht immer ausreichen.

In solchen Situationen kommen Verfahren infrage, bei denen der Knorpel gezielt geschwächt, angeritzt oder modelliert wird. In ausgewählten Fällen können auch begrenzte Knorpelresektionen erforderlich sein.

In welchem Umfang der Knorpel bearbeitet werden sollte, hängt von seiner Beschaffenheit und der zu korrigierenden Form ab. Eine unnötig aggressive Knorpelbearbeitung kann sichtbare Kanten oder Konturunregelmäßigkeiten begünstigen.

Korrektur des Ohrläppchens

Auch das Ohrläppchen kann unabhängig von der übrigen Ohrmuschel deutlich nach außen stehen.

Wird dieser Anteil bei der Operationsplanung nicht berücksichtigt, kann trotz guter Korrektur der oberen Ohrmuschel ein unausgewogenes Gesamtbild verbleiben. In solchen Fällen kann deshalb eine zusätzliche Korrektur des Ohrläppchens sinnvoll sein.

Gibt es die beste Technik für eine Otoplastik?

Nein. Eine für alle Patientinnen und Patienten grundsätzlich überlegene Operationsmethode ist derzeit nicht wissenschaftlich belegt.

Aktuelle systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass kombinierte Verfahren aus Nahttechnik und Knorpelmodellierung beziehungsweise Knorpelschwächung bei bestimmten Ausgangssituationen günstige Ergebnisse erzielen können. Die Studien unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Technik, Patientenauswahl, Nachbeobachtung und Definition der untersuchten Ergebnisse.

Eine allgemeingültige Überlegenheit einer einzelnen Methode lässt sich daraus nicht ableiten.

Die Operationstechnik sollte deshalb zur Anatomie passen – und nicht die Anatomie an eine bevorzugte Technik angepasst werden.

Wie läuft eine Otoplastik ab?

Die Operation kann abhängig von Alter, Operationsumfang und individuellen Voraussetzungen in Lokalanästhesie, gegebenenfalls mit Sedierung, oder in Allgemeinanästhesie durchgeführt werden.

Bei klassischen Ohranlegeplastiken erfolgt der operative Zugang häufig über die Rückseite der Ohrmuschel. Von dort können Knorpel und tiefer gelegene Strukturen dargestellt und entsprechend der anatomischen Ausgangssituation verändert werden.

Je nach Befund werden beispielsweise eine Anthelixfalte neu geformt, die Concha zurückverlagert oder einzelne Knorpelbereiche modelliert. Häufig werden mehrere operative Prinzipien miteinander kombiniert.

Am Ende der Operation wird die Stellung beider Ohren erneut verglichen. Ziel ist eine natürliche Ohrform mit weichen Konturen und einem stimmigen Verhältnis zwischen oberem, mittlerem und unterem Anteil der Ohrmuschel.

Wo liegen die Narben nach einer Otoplastik?

Bei vielen klassischen Operationstechniken liegt die wesentliche Narbe auf der Rückseite der Ohrmuschel beziehungsweise in der retroaurikulären Falte.

Sie ist dadurch bei normaler Kopfhaltung meist wenig auffällig.

Narben bleiben jedoch dauerhaft bestehen und können individuell unterschiedlich reifen. Anfangs können sie gerötet, fester oder deutlicher tastbar sein. In seltenen Fällen können hypertrophe Narben oder Keloide entstehen.

Bei bestimmten Operationsverfahren oder besonderen Ausgangsbefunden können zusätzliche Zugänge und damit weitere Narben erforderlich sein.

Wie verläuft die Heilung?

Nach einer Otoplastik sind Schwellungen, Blutergüsse, Spannungsgefühl und Druckempfindlichkeit zunächst nicht ungewöhnlich.

Auch vorübergehende Veränderungen der Sensibilität können auftreten.

Abhängig von Operationstechnik und Nachbehandlung kann nach dem Eingriff zunächst ein Verband und später zeitweise ein elastisches Stirnband über den Ohren getragen werden. Die genaue Nachbehandlung richtet sich nach dem gewählten Operationsverfahren und dem individuellen Heilungsverlauf.

Wann Arbeit, Schule oder sportliche Aktivitäten wieder aufgenommen werden können, richtet sich nach dem Heilungsverlauf und der jeweiligen körperlichen Belastung. Tätigkeiten, bei denen Druck, Zug oder Stöße auf das Ohr möglich sind, erfordern eine längere Schutzphase als eine überwiegend ruhige Alltagstätigkeit.

Die Ohrform verändert sich während der Heilung noch. Schwellungen gehen zurück, Gewebe und Knorpel stabilisieren sich in ihrer neuen Position, und die Narben reifen über einen längeren Zeitraum.

Wie dauerhaft ist das Ergebnis?

Eine Otoplastik ist auf eine langfristige Veränderung der Ohrform und -stellung ausgerichtet.

Das Ergebnis ist jedoch nicht unveränderlich. Der Ohrknorpel besitzt eine gewisse Rückstellkraft, Nähte und Gewebe werden mechanisch belastet, und auch der Heilungsverlauf unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

Ein erneutes stärkeres Abstehen kann einzelne Ohrabschnitte oder auch die Ohrmuschel insgesamt betreffen. In einzelnen Fällen kann deshalb eine erneute Operation erforderlich werden.

Aktuelle Übersichtsarbeiten beschreiben insgesamt niedrige Rezidiv- und Revisionsraten. Die berichteten Zahlen unterscheiden sich jedoch je nach Operationstechnik, Studienpopulation und Nachbeobachtungsdauer und lassen sich nicht unmittelbar auf das individuelle Risiko übertragen.

Welche Risiken hat eine Otoplastik?

Wie jeder operative Eingriff ist auch eine Otoplastik mit möglichen Komplikationen verbunden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Nachblutung oder Hämatom,
  • Infektion,
  • Wundheilungsstörungen,
  • Druckstellen oder Hautdurchblutungsstörungen,
  • auffällige oder überschießende Narbenbildung,
  • Sensibilitätsveränderungen,
  • tastbare, sichtbar werdende oder durch die Haut tretende Fäden beziehungsweise lokale Fadenreaktionen,
  • Konturunregelmäßigkeiten,
  • fortbestehende oder neu sichtbare Asymmetrien,
  • Über- oder Unterkorrektur,
  • erneutes Abstehen einzelner Ohrabschnitte
  • sowie die mögliche Notwendigkeit einer späteren Korrekturoperation.

Eine Infektion des Ohrknorpels beziehungsweise der Knorpelhaut ist selten, wegen möglicher Auswirkungen auf die Knorpelstruktur jedoch besonders ernst zu nehmen.

Systematische Übersichtsarbeiten zeigen insgesamt niedrige Komplikationsraten, gleichzeitig aber deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Techniken und Studien. Ein komplikationsfreier Verlauf lässt sich daher nicht garantieren.

Otoplastik bei Kindern und Erwachsenen

Abstehende Ohren können sowohl im Kindesalter als auch bei Erwachsenen korrigiert werden.

Bei Kindern spielen neben der körperlichen Entwicklung insbesondere der eigene Wunsch des Kindes, ein möglicher psychosozialer Leidensdruck und die Fähigkeit, die postoperative Behandlung mitzutragen, eine wichtige Rolle.

Eine Operation sollte nicht allein deshalb erfolgen, weil Eltern die Ohrform als auffällig empfinden. Die Wahrnehmung und der Wunsch des Kindes gehören ausdrücklich in die Entscheidungsfindung.

Bei Erwachsenen bestehen andere Rahmenbedingungen. Der Ohrknorpel kann fester sein als bei jüngeren Patienten, und häufig besteht der Wunsch nach einer Korrektur bereits seit vielen Jahren.

Ein starres „ideales Alter“ für eine Otoplastik ist deshalb wenig sinnvoll.

Welche psychologische Bedeutung können abstehende Ohren haben?

Abstehende Ohren müssen keinen Leidensdruck verursachen. Manche Menschen nehmen ihre Ohrform überhaupt nicht als störend wahr.

Bei anderen können sie jedoch das Körperbild und soziale Situationen beeinflussen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sind Hänseleien und Mobbing in der Literatur beschrieben.

Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass sich nach einer Otoplastik bei entsprechend belasteten Patientinnen und Patienten verschiedene Aspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität verbessern können. Die zugrunde liegenden Studien unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Patientengruppen und verwendeter Messinstrumente.

Auch bei Erwachsenen wurden Verbesserungen einzelner Aspekte des Körperbildes und eine geringere Unsicherheit hinsichtlich des eigenen Erscheinungsbildes in sozialen Situationen beschrieben. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass eine Operation automatisch das Selbstwertgefühl verbessert.

Eine Ohrkorrektur sollte deshalb nicht mit dem Versprechen einer psychologischen Veränderung verbunden werden.

Meine persönliche fachärztliche Einschätzung

Für mich beginnt eine gute Ohrkorrektur nicht mit der Frage, wie eng sich ein Ohr an den Kopf anlegen lässt. Entscheidend ist vielmehr, welche anatomischen Strukturen für die auffällige Ohrstellung verantwortlich sind.

Eine fehlende Anthelixfalte erfordert eine andere Korrektur als eine ausgeprägte Concha. Steht zusätzlich das Ohrläppchen ab, sollte auch dieser Bereich in die Planung einbezogen werden.

Ebenso wichtig ist die Betrachtung beider Seiten. Ohren sind bereits vor einer Operation fast nie vollständig identisch. Ziel sollte deshalb nicht vollständige Seitengleichheit sein, sondern ein insgesamt ausgewogenes Erscheinungsbild von Ohrform und Ohrstellung.

Auch eine Überkorrektur ist kein gutes Ergebnis. Wird ein Ohr zu eng an den Kopf gelegt oder werden natürliche Knorpelkonturen übermäßig verändert, kann gerade dadurch ein operierter Eindruck entstehen.

Ziel ist für mich eine natürliche Ohrform, bei der die charakteristischen Konturen erhalten beziehungsweise nachvollziehbar geformt bleiben und sich das Ohr unauffällig in die Gesamtproportionen einfügt.

Häufige Fragen zur Otoplastik

Ab wann gelten Ohren als abstehend?

Es gibt verschiedene Messmethoden zur Beschreibung der Ohrstellung. Ein einzelner Abstand entscheidet jedoch nicht über die Operationsindikation. Maßgeblich sind die gesamte Ohrform, der anatomische Befund und die persönliche Wahrnehmung.

Werden bei einer Otoplastik die Ohren einfach näher an den Kopf gezogen?

Nein. Eine reine Rückverlagerung würde vielen Ausgangsbefunden nicht gerecht. Je nach Ursache müssen beispielsweise die Anthelix geformt, die Concha zurückverlagert oder unterschiedliche Maßnahmen miteinander kombiniert werden.

Welche Technik ist die beste?

Eine generell überlegene Technik ist wissenschaftlich nicht etabliert. Die Wahl des Verfahrens sollte sich an Ohrform, Knorpelbeschaffenheit und der zugrunde liegenden anatomischen Ursache orientieren.

Bleiben sichtbare Narben?

Narben lassen sich nicht vermeiden. Bei vielen klassischen Verfahren liegen sie überwiegend hinter der Ohrmuschel und sind dadurch meist wenig auffällig. Die individuelle Narbenreifung kann jedoch unterschiedlich verlaufen.

Können die Ohren nach einer Otoplastik wieder stärker abstehen?

Ja. Ein erneutes Abstehen kann einzelne Abschnitte der Ohrmuschel oder auch die Ohrmuschel insgesamt betreffen. Wie stabil das Ergebnis bleibt, hängt unter anderem von Anatomie, Knorpelbeschaffenheit, Operationstechnik und Heilungsverlauf ab.

Können Fäden später Probleme verursachen?

Bei Nahttechniken können Fäden in einzelnen Fällen tastbar oder sichtbar werden, durch die Haut treten oder lokale Reaktionen verursachen. Gelegentlich kann die Entfernung eines störenden Fadens erforderlich sein.

Kann eine Otoplastik asymmetrische Ohren vollständig angleichen?

Bestehende Unterschiede können häufig reduziert werden. Vollständige anatomische Symmetrie lässt sich jedoch nicht garantieren.

Verändert eine Otoplastik das Hörvermögen?

Eine klassische Otoplastik dient nicht der Verbesserung des Hörvermögens. Die Hörschwelle wird durch die Korrektur in der Regel nicht verändert. Da die Ohrmuschel jedoch an der Schallaufnahme und am Richtungshören beteiligt ist, können sich in bestimmten Hörsituationen Veränderungen ergeben.

Zudem muss bei der Operation darauf geachtet werden, den Eingang des äußeren Gehörgangs nicht einzuengen, da eine ausgeprägte Einengung die Schallleitung beeinträchtigen kann.

Die Formkorrektur sollte deshalb so geplant werden, dass die natürliche Funktion der Ohrmuschel und ein freier Gehörgang erhalten bleiben.

Wie lange dauert die Heilung?

Das hängt von Operationsverfahren, Ausgangsbefund und individuellem Heilungsverlauf ab. Schwellungen und Blutergüsse gehen schrittweise zurück; die endgültige Beurteilung von Ohrform und Narben benötigt deutlich länger als die erste Erholungsphase.

Kann eine Otoplastik später wiederholt werden?

Grundsätzlich ja. Bei einer Revisionsoperation müssen vorhandene Narben, bereits veränderter Knorpel und gegebenenfalls vorhandene Nähte berücksichtigt werden. Die Planung kann dadurch anspruchsvoller sein als bei einem Ersteingriff.

Persönliche Beratung bei Hanseatic Facelift

Ob eine Otoplastik sinnvoll ist und welches operative Vorgehen zur individuellen Ohrform passt, lässt sich erst nach persönlicher Untersuchung beurteilen.

Dabei werden nicht nur die Stellung der Ohren zum Kopf, sondern auch Anthelix, Concha, Ohrläppchen, Knorpelbeschaffenheit, Seitenunterschiede und die persönlichen Erwartungen gemeinsam betrachtet.

Beratungstermine sind in Hamburg und Pinneberg möglich.

Dr. med. Stephan Grzybowski
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen medizinischen Information und ersetzt keine persönliche fachärztliche Untersuchung, individuelle Indikationsstellung oder operative Aufklärung.

Bei einer konkreten Operationsplanung müssen Nutzen, Alternativen, mögliche Komplikationen und individuelle Risiken persönlich besprochen werden.

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