Autor: Dr. med. Stephan Grzybowski
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Veröffentlicht: September 2026
Zuletzt medizinisch überprüft: August 2026

Bauchdeckenstraffung oder Bodylift nach Gewichtsabnahme – diese Frage stellt sich häufig, wenn nach einer deutlichen Gewichtsreduktion Haut- und Gewebeüberschüsse zurückbleiben. Besonders betroffen sein können Bauch, Flanken, unterer Rücken, Gesäß und Oberschenkel.

Für viele Patientinnen und Patienten stellt sich dann die Frage, ob eine Bauchdeckenstraffung ausreicht oder ob ein umfangreicheres Bodylift die anatomisch angemessenere Behandlung darstellt.

Diese Entscheidung hängt nicht in erster Linie davon ab, wie viele Kilogramm abgenommen wurden. Wesentlich ist vielmehr, wo sich die verbliebenen Gewebeüberschüsse befinden und wie weit sie sich über den unteren Rumpf verteilen.

Eine Bauchdeckenstraffung und ein Bodylift sind deshalb nicht lediglich unterschiedlich umfangreiche Varianten derselben Korrektur. Je nach Gewebeverteilung verfolgen sie unterschiedliche operative Schwerpunkte.

Ein größerer Eingriff ist dabei nicht automatisch die bessere Lösung.

Wann reicht eine Bauchdeckenstraffung – wann ist ein Bodylift sinnvoll?

Eine Bauchdeckenstraffung kommt vor allem dann infrage, wenn sich der wesentliche Haut- und Gewebeüberschuss auf die vordere Bauchregion konzentriert.

Ein Bodylift ist eher zu erwägen, wenn sich die Gewebeerschlaffung über den Bauch hinaus nach seitlich und hinten fortsetzt und zusätzlich Flanken, unteren Rücken, Gesäß oder die seitliche obere Oberschenkelregion betrifft.

Dazwischen bestehen Übergangsformen. Bei einzelnen Patientinnen und Patienten kann beispielsweise eine erweiterte Bauchdeckenstraffung oder eine Lipoabdominoplastik ausreichen, ohne dass eine vollständig zirkuläre Straffung erforderlich ist.

Auch verbliebene Fettdepots, eine Rektusdiastase, Haut- und Gewebequalität, vorausgegangene Operationen und die gewünschte Veränderung der Körperkontur fließen in die Planung ein.

Die Beurteilung erfolgt deshalb dreidimensional und kann nicht allein anhand des Körpergewichts oder einer einzelnen Hautfalte getroffen werden.

Was ist mit „Bodylift“ gemeint?

Der Begriff Bodylift wird international nicht vollständig einheitlich verwendet.

Im Folgenden bezeichnet „Bodylift“ ein zirkuläres Straffungskonzept des unteren Rumpfes. Je nach Befund und Operationstechnik können Bauch, Flanken, unterer Rücken, Gesäß und die seitliche obere Oberschenkelregion unterschiedlich stark einbezogen werden.

In der Fachliteratur finden sich unter anderem Begriffe wie:

  • Lower Body Lift,
  • Belt Lipectomy,
  • zirkuläre Abdominoplastik,
  • Circumferential Body Contouring.

Diese Verfahren sind nicht identisch.

Eine Belt Lipectomy legt beispielsweise einen stärkeren Schwerpunkt auf zirkuläre Gewebeüberschüsse an Bauch, Flanken und unterem Rücken. Ein Lower Body Lift kann darüber hinaus die Repositionierung von Gesäß und seitlicher oberer Oberschenkelregion stärker einbeziehen.

Für die operative Planung ist deshalb weniger die Bezeichnung einer Technik entscheidend als die Frage, welche Regionen tatsächlich korrigiert werden sollen.

Die entscheidende Frage: Wo befindet sich der Haut- und Gewebeüberschuss?

Nach einer größeren Gewichtsabnahme entsteht nicht bei jedem Menschen dasselbe Verteilungsmuster.

Bei manchen Patientinnen und Patienten konzentriert sich der Überschuss überwiegend auf den Unterbauch. Bei anderen setzt sich die Gewebeerschlaffung über Taille und Flanken bis zum unteren Rücken fort. Zusätzlich können Gesäß oder seitliche Oberschenkel abgesunken erscheinen.

AusgangsbefundMögliche operative Strategie
Haut- und Gewebeüberschuss überwiegend am vorderen BauchBauchdeckenstraffung
Bauchüberschuss mit lokalen Fettdepots an Taille oder FlankenLipoabdominoplastik beziehungsweise ergänzende Liposuktion prüfen
Deutliche seitliche Fortsetzung zu den Flankenerweiterte Bauchdeckenstraffung oder Bodylift individuell prüfen
Zirkuläre Gewebeerschlaffung an Bauch, Flanken und unterem RückenBodylift eher relevant
Zusätzlich abgesunkenes Gesäß oder Erschlaffung der seitlichen oberen OberschenkelregionLower Body Lift eher zu erwägen
Relevante Rektusdiastasezusätzliche Rekonstruktion der Bauchwand im Rahmen der Abdominoplastik prüfen
Mehrere voneinander getrennte Problemregionenindividuelle Priorisierung und gegebenenfalls mehrstufiges Vorgehen

Diese Übersicht dient der Orientierung. Die endgültige Planung richtet sich nach der dreidimensionalen Verteilung von Haut, Unterhautgewebe und Fettdepots sowie nach Veränderungen der Bauchwand und den gesundheitlichen Voraussetzungen.

Wann kann eine Bauchdeckenstraffung ausreichen?

Eine Bauchdeckenstraffung – medizinisch Abdominoplastik – konzentriert sich im Wesentlichen auf die vordere Bauchregion.

Sie kann insbesondere sinnvoll sein, wenn nach einer Gewichtsabnahme:

  • ein deutlicher Hautüberschuss am Unter- oder Mittelbauch besteht,
  • eine ausgeprägte untere Haut- und Gewebefalte entstanden ist,
  • das Unterhautgewebe erschlafft ist,
  • sich der Überschuss nur begrenzt auf die Flanken fortsetzt,
  • oder zusätzlich eine Rektusdiastase vorliegt.

Im Rahmen der Operation werden überschüssige Haut und Unterhautgewebe entfernt und die verbleibenden Gewebe dem Befund entsprechend angepasst. Je nach Ausgangssituation kann eine gezielte Fettabsaugung angrenzender Regionen hinzukommen.

Eine klassische Bauchdeckenstraffung behandelt jedoch in erster Linie die vordere Kontur. Bestehen gleichzeitig ausgeprägte Veränderungen an Flanken, unterem Rücken oder Gesäß, kann eine isolierte Abdominoplastik diese nur begrenzt erfassen.

Hautüberschuss, Rektusdiastase und Hernie sind unterschiedliche Befunde

Ein erschlafft wirkender Bauch kann verschiedene Ursachen haben:

  • überschüssige Haut,
  • gelockertes Unterhautgewebe,
  • verbliebene Fettdepots,
  • eine Rektusdiastase,
  • oder eine Kombination dieser Veränderungen.

Eine Rektusdiastase bezeichnet eine Verbreiterung und Ausdünnung der Linea alba zwischen den beiden geraden Bauchmuskeln. Die Muskelbäuche liegen dadurch weiter auseinander.

Sie ist weder mit einem Hautüberschuss noch mit einer Bauchwandhernie gleichzusetzen. Besteht zusätzlich eine Nabel- oder epigastrische Hernie, muss dies bei der Planung der Bauchwandrekonstruktion gesondert berücksichtigt werden.

Bei entsprechender Indikation kann im Rahmen der Bauchdeckenstraffung eine Plikation der Linea alba beziehungsweise der vorderen Rektusscheidenanteile vorgenommen werden. Dabei werden die Rektusscheiden in der Mittellinie einander angenähert und der Abstand zwischen den beiden geraden Bauchmuskeln reduziert.

Die Muskeln selbst werden dabei nicht im eigentlichen Sinne „gestrafft“.

Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass bei ausgewählten Patientinnen neben der anatomischen Rekonstruktion auch funktionelle Verbesserungen möglich sein können. Die Datenlage ist jedoch heterogen und erlaubt keine allgemeine Zusage hinsichtlich Rumpfkraft, Funktion oder bestehender Beschwerden.

Wann spricht der Befund eher für ein Bodylift?

Ein zirkuläres Bodylift wird relevant, wenn die Gewebeerschlaffung nicht an der Vorderseite des Bauches endet.

Typischerweise können betroffen sein:

  • Bauch,
  • Taille und Flanken,
  • unterer Rücken,
  • Gesäß,
  • seitliche obere Oberschenkelregion.

In dieser Situation würde eine isolierte Bauchdeckenstraffung nur einen Teil der vorhandenen Konturveränderung behandeln.

Durch eine zirkuläre Schnitt- und Straffungsplanung können – abhängig von der Technik – seitliche Gewebeüberschüsse reduziert, Taille und Flanken neu konturiert, Gewebe am unteren Rücken gestrafft und Gesäß sowie seitliche obere Oberschenkelregion mitangehoben werden.

Systematische Übersichten zeigen unterschiedliche anatomische Schwerpunkte verschiedener zirkulärer Techniken. Die wissenschaftliche Evidenz stammt allerdings überwiegend aus retrospektiven Untersuchungen und Fallserien; hochwertige direkte Vergleichsstudien sind begrenzt.

Auch deshalb sollte der Befund und nicht der Name einer bestimmten Operation die Planung bestimmen.

Welche Regionen behandelt ein Bodylift – und welche nicht?

Ein zirkuläres Bodylift des unteren Rumpfes kann je nach Technik insbesondere Bauch, Flanken, unteren Rücken, Gesäß und die seitliche obere Oberschenkelregion erfassen.

Es handelt sich jedoch nicht um eine Straffung des gesamten Körpers.

Andere Regionen benötigen gegebenenfalls eigenständige Operationsverfahren, insbesondere:

  • Oberarme,
  • Brust,
  • mediale Oberschenkel,
  • Gesicht und Hals.

Gerade an den Oberschenkeln ist diese Unterscheidung wichtig. Ein Lower Body Lift kann die seitliche obere Oberschenkelregion mit anheben. Ein ausgeprägter Hautüberschuss an den Innenseiten der Oberschenkel kann dagegen eine separate mediale Oberschenkelstraffung erforderlich machen.

Nicht immer entweder – oder: die erweiterte Bauchdeckenstraffung

Nicht jede Ausgangssituation lässt sich eindeutig in „Bauchdeckenstraffung“ oder „Bodylift“ einordnen.

Zwischen einer klassischen Abdominoplastik und einer vollständig zirkulären Straffung besteht kein scharf abgegrenzter anatomischer Übergang.

Reicht die Gewebeerschlaffung deutlich zu den Flanken, während unterer Rücken und Gesäß nur wenig betroffen sind, kann eine verlängerte beziehungsweise erweiterte Schnittführung sinnvoll sein, ohne dass eine vollständig zirkuläre Operation erforderlich wird.

Es besteht somit ein Spektrum unterschiedlicher Befunde. Maßgeblich ist, wie weit sich die Gewebeerschlaffung nach lateral und dorsal fortsetzt.

Welche Rolle spielen verbliebene Fettdepots?

Nach einer größeren Gewichtsabnahme bestehen häufig zwei unterschiedliche Veränderungen nebeneinander:

  1. überschüssige beziehungsweise erschlaffte Haut,
  2. lokal verbliebenes Unterhautfettgewebe.

Eine Fettabsaugung kann lokale Fettdepots beispielsweise an Taille, Flanken, Oberbauch oder Rücken reduzieren. Sie entfernt jedoch keinen relevanten Hautüberschuss.

Bei deutlich eingeschränkter Hautelastizität kann eine alleinige Liposuktion die vorhandene Hauterschlaffung sogar stärker sichtbar machen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Liegt überwiegend ein Volumenüberschuss durch Fettgewebe vor, ein Hautüberschuss – oder eine Kombination aus beidem?

Wann ist eine Lipoabdominoplastik sinnvoll?

Bei einer Lipoabdominoplastik werden Bauchdeckenstraffung und gezielte Fettabsaugung miteinander kombiniert.

Dieses Vorgehen kann insbesondere sinnvoll sein, wenn:

  • der wesentliche Hautüberschuss am Bauch liegt,
  • gleichzeitig lokale Fettdepots an Taille oder Flanken bestehen,
  • und keine ausgeprägte zirkuläre Gewebeerschlaffung vorliegt.

Eine Lipoabdominoplastik ist weder eine kleine Version eines Bodylifts noch automatisch eine Zwischenstufe zwischen beiden Verfahren. Sie stellt ein eigenständiges Operationskonzept für eine andere anatomische Ausgangssituation dar.

Der Umfang einer zusätzlichen Fettabsaugung muss an die Straffungsoperation und die Durchblutung der verbleibenden Gewebe angepasst werden. Nicht jedes verbliebene Fettdepot sollte während einer größeren Straffungsoperation zwangsläufig gleichzeitig behandelt werden.

Die Narben unterscheiden sich erheblich

Eine operative Entfernung von Hautüberschüssen ist immer mit Narben verbunden.

Bei einer klassischen Bauchdeckenstraffung verläuft die wesentliche Narbe quer im unteren Bauchbereich und wird möglichst so geplant, dass sie später durch Unterwäsche oder Badebekleidung bedeckt werden kann.

Bei einer erweiterten Abdominoplastik verlängert sich die Narbe weiter zu den Seiten. Bei einem zirkulären Bodylift setzt sie sich über Hüft- und Flankenregion bis zum unteren Rücken fort.

Diese längere Narbenführung ist Voraussetzung dafür, einen zirkulären Gewebeüberschuss behandeln zu können.

Die Entscheidung für den Operationsumfang ist deshalb immer auch eine Abwägung zwischen gewünschter Konturveränderung, erforderlicher Narbenlänge und operativer Belastung.

Warum ist ein Bodylift operativ aufwendiger?

Ein zirkuläres Bodylift umfasst größere Wundflächen und eine umfangreichere Präparation beziehungsweise Repositionierung der Gewebe als eine isolierte Bauchdeckenstraffung.

Zu den möglichen Komplikationen größerer körperstraffender Eingriffe gehören unter anderem:

  • Wundheilungsstörungen und Wunddehiszenzen,
  • Serome,
  • Hämatome,
  • Infektionen,
  • Durchblutungsstörungen einzelner Wundbereiche,
  • auffällige Narben,
  • Sensibilitätsveränderungen,
  • thromboembolische Komplikationen.

Unter einer Wunddehiszenz versteht man das partielle Auseinanderweichen einer Operationswunde. Solche Wundheilungsprobleme gehören in der Literatur zu zirkulären Straffungsoperationen zu den regelmäßig beschriebenen Komplikationen.

Das individuelle Risiko hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab, darunter Operationsumfang, BMI, Ernährungszustand, Begleiterkrankungen, Nikotinkonsum, vorausgegangene bariatrische Operationen und individuelle Wundheilung.

Welche Bedeutung hat der BMI?

Der BMI ist ein relevanter Faktor bei der Risikoeinschätzung, sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden.

In einer Metaanalyse postbariatrischer Patientinnen und Patienten war ein höherer präoperativer BMI mit einer höheren Wahrscheinlichkeit postoperativer Komplikationen nach körperformenden Eingriffen verbunden.

Diese Ergebnisse beziehen sich ausdrücklich auf postbariatrische Patientenkollektive und dürfen nicht als starre BMI-Grenze für jede Operationsentscheidung verstanden werden.

In die Gesamtbeurteilung gehören zusätzlich Gewichtsverlauf, Fettverteilung, Ernährungs- und Stoffwechselsituation, Begleiterkrankungen, körperliche Belastbarkeit und geplanter Operationsumfang.

Wann ist der richtige Zeitpunkt nach einer Gewichtsabnahme?

Eine größere Körperstraffung sollte grundsätzlich erst geplant werden, wenn der Gewichtsverlauf ausreichend stabil und die gesundheitlichen Voraussetzungen geeignet erscheinen.

Neben dem aktuellen Gewicht sind insbesondere Ernährungszustand, Begleiterkrankungen, Nikotinkonsum sowie Art und Verlauf der vorausgegangenen Gewichtsreduktion zu berücksichtigen.

Eine für alle Patientinnen und Patienten verbindliche Mindestdauer der Gewichtsstabilität gibt es nicht.

Die besonderen Aspekte nach einer medikamentös unterstützten Gewichtsabnahme werden im gesonderten Beitrag „Hautstraffung nach GLP-1-Gewichtsabnahme: Warum Zeitpunkt und Vorbereitung entscheidend sind“ ausführlich behandelt.

Was ist, wenn mehrere Körperregionen betroffen sind?

Nach einer ausgeprägten Gewichtsabnahme bestehen häufig Veränderungen an mehreren anatomisch getrennten Regionen.

Einzelne Straffungsoperationen lassen sich grundsätzlich kombinieren. Ein möglichst großer Operationsumfang innerhalb einer Sitzung ist jedoch nicht automatisch sinnvoll.

Operationsdauer, Wundflächen, postoperative Mobilität und persönliche Risikofaktoren bestimmen, ob ein einzeitiges oder ein mehrstufiges Vorgehen geeigneter ist.

Bei ausgeprägten Befunden kann deshalb eine sinnvolle Reihenfolge mehrerer Eingriffe wichtiger sein als die Frage, wie viel technisch in einer einzigen Operation möglich wäre.

Meine persönliche fachärztliche Einschätzung

In meiner Beratung beginne ich die Entscheidung zwischen Bauchdeckenstraffung und Bodylift nicht mit der Frage, welcher Eingriff größer oder umfassender ist.

Gerade nach einer ausgeprägten Gewichtsabnahme betrachte ich den Rumpf deshalb nicht ausschließlich von vorne.

Erst die Untersuchung im Stehen aus mehreren Perspektiven zeigt, ob die Gewebeerschlaffung tatsächlich am Bauch endet oder sich über Taille und Flanken bis zum unteren Rücken, zur Gesäßregion und zu den Oberschenkeln fortsetzt.

Dabei beurteile ich insbesondere:

  • den vorderen Bauch,
  • Taille und Flanken,
  • den unteren Rücken,
  • die Gesäßkontur,
  • die seitliche und mediale Oberschenkelregion,
  • vorhandene Fettdepots,
  • Haut- und Gewebequalität,
  • die Bauchwand und eine mögliche Rektusdiastase,
  • vorausgegangene Operationen und Narben,
  • sowie den gesamten Gewichtsverlauf.

Erst aus dieser dreidimensionalen Betrachtung ergibt sich, ob eine klassische Bauchdeckenstraffung, eine Lipoabdominoplastik, eine erweiterte Abdominoplastik oder ein zirkuläres Bodylift die anatomisch angemessenere Lösung darstellt.

Ebenso wichtig ist die Entscheidung, welche Regionen bewusst nicht in denselben Eingriff einbezogen werden sollten.

Bei ausgeprägten Veränderungen mehrerer Körperregionen kann ein schrittweises Vorgehen die medizinisch angemessenere Strategie darstellen.

Mein Ziel ist deshalb nicht die maximal mögliche Operation, sondern ein Behandlungskonzept, dessen Umfang nachvollziehbar zum individuellen Befund passt.

Die zu erwartende Konturverbesserung, die notwendige Narbenführung, die körperliche Belastung und die persönlichen Wünsche sollten dabei in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

Bauchdeckenstraffung oder Bodylift: Der Befund entscheidet

Nach einer größeren Gewichtsabnahme kann sowohl eine Bauchdeckenstraffung als auch ein Bodylift sinnvoll sein.

Konzentriert sich die Veränderung überwiegend auf den vorderen Bauch, kann eine Bauchdeckenstraffung – gegebenenfalls kombiniert mit einer gezielten Fettabsaugung und bei entsprechender Indikation mit einer Plikation der Bauchwand – ausreichend sein.

Setzt sich die Gewebeerschlaffung dagegen über Flanken und unteren Rücken fort und betrifft zusätzlich Gesäß oder die seitliche obere Oberschenkelregion, kann ein zirkuläres Bodylift die anatomisch angemessenere Lösung darstellen.

Zwischen diesen Ausgangssituationen bestehen Übergangsformen, bei denen beispielsweise eine erweiterte Abdominoplastik sinnvoll sein kann.

Nicht der größere Eingriff ist der bessere, sondern derjenige, der die tatsächlich vorhandenen Veränderungen behandelt und den Operationsumfang zugleich auf das medizinisch Sinnvolle begrenzt.

Häufige Fragen zu Bauchdeckenstraffung und Bodylift nach Gewichtsabnahme

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Bauchdeckenstraffung und Bodylift?

Eine Bauchdeckenstraffung behandelt überwiegend die vordere Bauchregion. Ein zirkuläres Bodylift bezieht zusätzlich seitliche und hintere Bereiche des unteren Rumpfes ein und kann je nach Technik auch Gesäß und seitliche obere Oberschenkelregion mitkorrigieren.

Wann reicht nach einer Gewichtsabnahme eine Bauchdeckenstraffung aus?

Wenn sich der wesentliche Haut- und Gewebeüberschuss auf den vorderen Bauch konzentriert und Flanken, Rücken und Gesäß nur gering betroffen sind. Bei Übergangsbefunden kann eine erweiterte Abdominoplastik infrage kommen.

Strafft ein Bodylift auch die Oberschenkel?

Ein Lower Body Lift kann insbesondere die seitliche obere Oberschenkelregion mit anheben. Ein ausgeprägter Hautüberschuss an den Innenseiten der Oberschenkel kann dagegen eine separate mediale Oberschenkelstraffung erforderlich machen.

Kann eine Fettabsaugung ein Bodylift ersetzen?

Bei einem relevanten Hautüberschuss nein. Eine Fettabsaugung reduziert lokalisiertes Fettgewebe, entfernt jedoch keine überschüssige Haut. Bei geeigneter Ausgangssituation kann sie eine Straffungsoperation ergänzen.

Welche Rolle spielt eine Rektusdiastase bei der Bauchdeckenstraffung?

Eine Rektusdiastase betrifft die Linea alba beziehungsweise die muskulofasziale Bauchwand und ist von Hautüberschuss und Bauchwandhernie zu unterscheiden. Bei entsprechender Indikation kann im Rahmen der Bauchdeckenstraffung eine Plikation vorgenommen werden.

Hinterlässt ein Bodylift mehr Narben als eine Bauchdeckenstraffung?

Ja. Während die wesentliche Narbe einer Bauchdeckenstraffung im unteren Bauchbereich verläuft, setzt sie sich bei einem zirkulären Bodylift über die seitlichen Regionen bis zum unteren Rücken fort. Diese längere Narbenführung ist notwendig, um einen zirkulären Gewebeüberschuss behandeln zu können.

Persönliche Beratung bei Hanseatic Facelift

Bei Hanseatic Facelift berate ich Patientinnen und Patienten nach ausgeprägter Gewichtsabnahme persönlich zu den Möglichkeiten einer operativen Körperformung.

Im Mittelpunkt steht zunächst die genaue Analyse der vorhandenen Konturveränderungen und ihrer Verteilung über Bauch, Flanken, Rücken, Gesäß und Oberschenkel.

Erst daraus ergibt sich, ob eine Bauchdeckenstraffung, eine Lipoabdominoplastik, eine erweiterte Abdominoplastik, ein Bodylift oder gegebenenfalls ein mehrstufiges Vorgehen die angemessenere Lösung darstellt.

Die Einschätzung erfolgt stets auf Grundlage des individuellen Befundes, der persönlichen Anatomie, der gesundheitlichen Voraussetzungen und der eigenen Wünsche.

Sämtliche operativen Eingriffe werden von mir persönlich durchgeführt.

Beratungstermine sind in Hamburg und Pinneberg möglich.

Dr. med. Stephan Grzybowski
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Telefon: 040 22 85 44 97
E-Mail: info@hanseatic-facelift.de

Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen medizinischen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung oder Beratung.

Ob eine Bauchdeckenstraffung, eine Lipoabdominoplastik, eine erweiterte Abdominoplastik, ein Bodylift oder ein anderes körperformendes Vorgehen sinnvoll ist, kann nur anhand des individuellen Befundes, des Gewichtsverlaufs und der gesundheitlichen Voraussetzungen beurteilt werden.

Medizinische Quellen

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    Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik). Patienteninformation zu Indikation, Operationsverfahren, Risiken und Nachbehandlung.
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